Hohe Nachfrage nach Stahl:
HFL e.V. appeliert

Die deutsche LüKK braucht Stahl, denn dieser wird unter anderem zu Stahlblech für Luftleitungssysteme und -komponenten verarbeitet. Stahl ist aber derzeit Mangelware. Verschärft wurde die Situation durch etwas, das normalerweise in Krisenzeiten als gute Meldung gilt: Die pandemiegeschüttelte Industrie erholte sich schneller als gedacht, vor allem die zuvor stark eingebrochene Automobilindustrie fuhr wieder hoch. Zuvor hatte die Corona-Krise die Stahlnachfrage in Deutschland, aber auch weltweit, drastisch einbrechen lassen. Während die Stahlunternehmen in Europa ihre Produktion krisenbedingt angepasst haben, wurde in anderen Regionen weiterproduziert oder die Stahlerzeugung teilweise noch weiter ausgebaut.

Die Folge: Während die Stahlunternehmen in Europa ihre Produktion krisenbedingt angepasst haben, wurde in anderen Regionen weiterproduziert oder die Stahlerzeugung teilweise noch weiter ausgebaut. Diese Mengen drohten 2020, Europa zu überschwemmen. Um diese Stahl-Massenimporte in die EU zu verhindern, traten am
1. Juli 2020 neue Regelungen für die EU-Schutzmaßnahmen im Außenhandel in Kraft.

Inzwischen sieht die Situation aber anders aus: Die Nachfrage nach Stahl in Deutschland ist groß, die Stahlhersteller können aber nicht in den erforderlichen Mengen liefern. Und daher appelliert der HFL an das Bundeswirtschaftsministerium, die beschriebenen Schutzmaßnahmen nicht zu verlängern.

Hier das Schreiben des HFL in Auszügen:
„Unsere Kunden sind bei der Errichtung von Lüftungsanlagen, die maßgeblich zur Verbesserung der Raumluftqualität und Vermeidung von Infektionen mit dem Corona-Virus beitragen, dringend auf unsere Lieferungen angewiesen. Die europäischen Stahlhersteller sind seit ungefähr 6 Monaten offensichtlich nicht in der Lage, die Nachfrage nach Stahlprodukten auch nur annähernd zu bedienen. Einen weiteren eindeutigen Beweis, dass der Markt unter einem deutlich zu kleinen Angebot leidet, ergibt sich aus der Tatsache, dass die Läger der Stahlhändler bis auf Ware, die viele Monate im Voraus bestellt wurde, praktisch vollständig geleert sind und es derzeit so gut wie unmöglich ist, kurzfristig Flachstahlerzeugnisse einzukaufen.

Dies nimmt uns und vielen Betrieben in zahlreichen Branchen die Möglichkeit, flexibel auf unterschiedliche Projekte reagieren zu können. Speziell kleinere Betriebe können nicht langfristig verlässlich planen und sind darauf angewiesen Stahlbleche ad-hoc einzukaufen. Viele unserer Mitgliedsunternehmen haben daher auf Grund der sich dramatisch zuspitzenden Versorgungslage bereits Kurzarbeit angemeldet oder müssen dies in Kürze tun, da sie für die kommenden Wochen und Monate deutlich zu wenig Stahl für die Erfüllung ihrer Aufträge geliefert bekommen. Diese Situation wird derzeit für viele Unternehmen existentiell bedrohlich.

Der einzige Weg ist eine Beendigung der EU-Safeguard-Maßnahmen zum 30. Juni 2021, wie ursprünglich vorgesehen. Wir bitten Sie mit Nachdruck darum, eine Verlängerung abzulehnen, damit Importe wieder ohne Regulierung getätigt werden können. Nur so wird sich wieder ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage einstellen. Eine Gefahr auf Grund eines zu hohen Angebotes ist nicht zu erwarten, da sich die Preise für Stahl in der übrigen Welt ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau befinden und seitens der Hersteller außerhalb Europas nur bedingt Interesse besteht nach Europa zu exportieren.“*

Zum Original Schreiben

zur BerlinerLuft. Preisliste & Vorbestellung

*Quelle CCI Dialog

 

 

 

 

 

Aktuelles Update: Cyberangriff überstanden - Betrieb an allen Standorten wieder aufgenommen

Wir freuen uns, dass nach dem jüngsten Cyberangriff der Workflow erfolgreich wiederhergestellt wurde! Alle unsere Betriebe sind nun sowohl telefonisch als auch per E-Mail wieder erreichbar und die Produktion läuft auf Hochtouren.

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